Online‑Therapie & psychologische Begleitung bei Selbstwert, innerer Unsicherheit und Belastung
Was Sie in der Online‑Therapie erwartet
- ein sicherer, vertrauensvoller Rahmen für innere Klärung und Stabilität
- Klarheit und Transparenz im therapeutischen Prozess
- wissenschaftlich fundierte, systemische und körperorientierte Methoden
- ein Tempo, das sich an Ihrem Nervensystem orientiert
- echte Begegnung – auch online, in einem geschützten therapeutischen Raum
Therapie ist für mich ein gemeinsamer Prozess, der Mut, Neugier und manchmal auch Humor braucht. Ein Weg, auf dem Selbstwert wachsen, innere Sicherheit entstehen und neue Perspektiven sichtbar werden können.
Systemische Therapie
Systemische Therapie betrachtet Menschen im Kontext ihrer Beziehungen, Lebensgeschichten und inneren Muster. Sie geht davon aus, dass Schwierigkeiten nicht in einer einzelnen Person „stecken“, sondern in den Dynamiken, Bedeutungen und Erwartungen, die sich im Laufe des Lebens entwickelt haben. In der gemeinsamen Arbeit entsteht Raum für neue Perspektiven, für das Erkennen von Ressourcen und für Veränderungen, die sich stimmig und selbstwirksam anfühlen. Systemische Therapie ist dabei wertschätzend, lösungsorientiert und immer auf die individuelle Lebensrealität abgestimmt.
Die systemische Therapie hat ihre Wurzeln in der interdisziplinären Forschung der 1950er‑ und 1960er‑Jahre. Erkenntnisse aus Kybernetik, Kommunikationstheorie und Familientherapie führten zu einem Verständnis von psychischen Symptomen als Ausdruck relationaler Muster und wechselseitiger Einflussprozesse. Forschende wie Gregory Bateson, Paul Watzlawick, Salvador Minuchin und Virginia Satir prägten diese frühe Phase, in der zirkuläre Dynamiken, Rückkopplungen und Interaktionsstrukturen in den Mittelpunkt rückten.
Ab den 1980er‑Jahren entwickelte sich die systemische Therapie weiter in Richtung konstruktivistischer und postmoderner Perspektiven. Mit der Kybernetik zweiter Ordnung, dem radikalen Konstruktivismus und dem sozialen Konstruktionismus rückten Beobachterabhängigkeit, Sprache und Bedeutungszuschreibungen stärker in den Fokus. Aus systemischer Sicht ist die Wirklichkeit nicht gesetzt. Vielmehr ist sie auch immer auf eine andere Art möglich und vorstellbar. Ein Beispiel für die Subjektivität der Wahrnehmung verdeutlicht das unten dargestellte Kippbild "My Wife and My-Mother-In-Law". Je nach Wahrnehmung sieht der Betrachter eine alte oder ein junge Frau.
Narrative und lösungsorientierte Ansätze – etwa von Michael White, David Epston, Steve de Shazer und Insoo Kim Berg – erweiterten das Feld um neue Formen der Gesprächsführung und Veränderungsarbeit.
Heute gilt die systemische Therapie als wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren. Sie verbindet theoretische Tiefe mit einer ressourcenorientierten, kontextsensiblen Haltung und wird in Einzel‑, Paar‑ und Familiensettings angewendet. Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen in ihren Beziehungen, Lebensgeschichten und inneren Ordnungen Bedeutung herstellen – und wie neue Perspektiven, Handlungsmöglichkeiten und Selbstwirksamkeit entstehen können.





